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GOTS-Kongress 2019

Sport und Medizin von 0 bis 100

Kinder und Senioren stehen heuer im Fokus der Sportorthopäden und Sporttraumatologen am GOTS-Kongress in Salzburg. Den «steifen Anzug» kann man getrost zu Hause lassen, sagt Kongresspräsident Dr. Krifter. (Medical Tribune 19/19)

Was sind die Top-Themen am GOTS-Kongress in Salzburg?

Dr. Rolf Michael Krifter, GOTS-Vizepräsident und Kongresspräsident 2019

Krifter: Die Top-Themen sind Sport bei Kindern und Jugendlichen und andererseits Sport bei Senioren – von Arthrose bis Prothese – also im Prinzip Sport von 0 bis 100. Den GOTS-Jahreskongress wieder nach Österreich zu holen ist uns eine grosse Ehre und so werden wir den alpinen Bereich mit Kletter- und Rettungsmedizin zu einem Thema machen neben weiteren wissenschaftlichen Symposien und Workshops mit Legenden des Bergsports.

Wir erwarten internationale Top-Referenten aus vielen Ländern. Der weitestgereiste Gast ist Prof. Hideo Matsumoto aus Japan. Er ist verantwortlich für den sportmedizinischen Bereich der Olympischen Spiele 2020 in Tokyo. Ein Hauptthema sind auch die neuen olympischen Sportarten – mit einer Sportler-Live-Diskussion, u.a. mit Karate-Olympiaanwärterin Alisa Buchinger. Aber auch die Prävention von Sportverletzungen ist ein wichtiges Thema. Und als absolute Neuerung kann man sogar vorab einen Spitzenexperten «buchen», um komplexe Fälle zu diskutieren!

Prävention wird wichtiger?

Krifter: Richtig! Das Verletzungsrisiko durch Wissen über die richtige Vorbereitung von Koordination, Kraft und Technik zu minimieren – auch unterstützt von orthopädischen Innovationen der Industrie, also Schutzorthesen, Sport- und Regenerationsmaterialien, wo wir Ärzte mit der Industrie zusammenarbeiten, z.B. bei neuen Skibindungen oder Schutzorthesen, um Bandrupturen oder Knochenverletzungen zu verringern oder nach Verletzungen besser und früher zu belasten – nach dem Motto «rapid recovery».

Welchen Stellenwert hat das Thema Sport mit Prothese ?

Krifter: Der Hintergrund ist, dass immer mehr ältere Patienten sehr sportlich bleiben wollen und immer mehr bereits einen künstlichen Gelenkersatz haben oder brauchen. Wir haben in unserer Gesellschaft ein Komitee und Spezialwissen dazu und beschäftigen uns intensiv damit, das wollen wir hinaustragen! Die Dinge entwickeln sich ja rasant, und allgemein herrscht oft Unklarheit, was und wie viel man mit Arthrose oder mit künstlichen Gelenken machen kann. Mit einem künstlichen Hüftgelenk zum Beispiel ist fast alles möglich: Wir haben Supersportler mit künstlichen Gelenken auf Weltklasseniveau. Alpinsportler, die mit zwei künstlichen Hüftgelenken auf alle 14 Achttausender steigen. Hobbysport wie Skifahren, Laufen, Tanzen ist meist uneingeschränkt möglich. Oder ein bekannter Bergführer mit künstlichem Hüft- und Schultergelenk fühlt sich so fit wie zehn Jahre davor nicht mehr – er spürt das auch als Sicherheitsgewinn, weil er wieder mit voller Belastung ohne Bewegungseinschränkungen seiner beruflichen Tätigkeit als Bergführer und Ausbildner nachgehen kann. Er steht auch am Kongress für Fragen zur Verfügung.

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